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| Verband begrüßt Erleichterung bei Mieterprivatisierung |
21.08.2002
Verband begrüßt Erleichterung bei Mieterprivatisierung
Stuttgart, 15.8.2002. Die Quote der jungen Wohnungseigentümer ist rückläufig. Von den Haushalten der 30- bis 40-jährigen wohnen heute weniger in einer eigenen Immobilie als noch Ende der 70er Jahre. Das hohe Baukostenniveau und das geringe Baulandangebot sind die Hauptgründe dafür, dass der Wohnungsbau in Baden-Württemberg mit 42.000 Fertigstellungen im letzten Jahr auf einem langjährigen Tiefstand angekommen ist.
Einen zunehmend wichtigen Beitrag zur Steigerung der Wohneigentumsquote wird die Mieterprivatisierung leisten. In zahlreichen Städten Baden-Württembergs privatisieren derzeit Unternehmen Teile ihres Wohnungsbestandes, so zum Beispiel in Stuttgart, Freiburg, Heidenheim und Ulm. Die Wohnungen gehen in den meisten Fällen in das Eigentum der Mieter oder ganzer Mietergemeinschaften über. "Die Erfahrungen zeigen, dass zu den positiven Effekten für die Gesellschaft unter anderem die Verminderung der Stadtflucht, die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte, die soziale Stabilisierung der Wohnquartiere und nicht zuletzt die Sachwertsicherung durch eine größere Eigenverantwortung gehören"; so Gerhard A. Burkhardt, Präsident des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungsunternehmen e.V.. Ängste, die auch von Mietervereinen geschürt werden, seien unberechtigt. "Wir können die Menschen im Land beruhigen", erklärt Gerhard A. Burkhardt. "Unsere Mitgliedsunternehmen privatisieren in erster Linie an Mieter, sie privatisieren sozial verträglich und nach strengen Grundsätzen". Meist sind es Vorzugspreise, die für die sanierten und renovierten Wohnungen von den Mietern verlangt werden. Gleichermaßen profitieren Stadtbild und Umwelt. Die Verbesserung ist nicht nur äußerlich sichtbar, sondern auch in der Haltung der Bewohner spürbar. "Der vbw begrüßt die kürzlich modifizierte Förderung der Mieterprivatisierung im Landeswohnungsbauprogramm 2002", bekräftigt Präsident Burkhardt. Er fordert in diesem Zusammenhang: "Ehepartnern muss aber die Kumulierung der Eigenheimzulage auf ein gemeinsames Objekt ermöglicht werden!" Auch die von Ministerpräsident Erwin Teufel eingesetzte "Initiative zur Stärkung der Attraktivität des Wohneigentums" in Baden-Württemberg hatte dies neben der Erhöhung der Kinderzulage empfohlen. Der Kommission gehörten neben Vertretern der Wohnungswirtschaft und der Bausparkassen auch Vertreter des Finanzministeriums, des Wirtschaftsministeriums und des Sozialministeriums an.
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