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| vbw fordert die Berücksichtigung der Ein-Kind-Familie |
Landes - Wohnraum - Förderungsprogramm: Anpassung an Realitäten notwendig
Stuttgart, 26.04.2005 "Die Wohnbauförderung des Landes darf nicht erst bei der Familie mit zwei Kindern ansetzen", fordert der Präsident des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungsunternehmen, Gerhard A. Burkhardt. Dies gehe an der Realität vorbei. Burkhardts Kritik zielt auf die Förderbeschränkungen des geltenden Landeswohnraumförderungsgesetzes ab. Danach erhalten nur Familien mit mindestens zwei Kindern, einem niedrigen Einkommen und in Verdichtungsräumen lebend die Neubau- und Neuerwerbsförderung. Landesweit gilt dies auch für Familien mit drei oder mehr Kindern, sogar unter verbesserten Bedingungen. Das durchschnittliche Förderdarlehen mit zwei Prozent Zinsverbilligung liegt bei 150.000 Euro.
"Familien brauchen dann Wohnraum, wenn die Kinder klein sind, wenn die Familie noch wächst", so Burkhardt. 66 Prozent der Familien in Baden-Württemberg sind Ein- und Zweikindfamilien. Die Tendenz zu kleineren Familien hält weiter an. "Wenn das Land die Familien fördern will, dann muss es die Zugangsberechtigung für den Programmabruf der gesellschaftlichen Entwicklung anpassen", so Burkhardt. Unter den geltenden Beschränkungen ist der Kreis der Förderberechtigten stark reduziert. Damit habe das Programm nur etwas mehr als Alibifunktion, denn es erreicht nur einen kleinen Teil aller Familien. Die verfügbaren Mittel werden nicht vollständig abgerufen. Das Geld sollte doch in der Phase der Familienbildung ankommen, stellt der vbw fest. Deswegen sei es wichtig, das Programm auch für Familien mit einem Kind zu öffnen, wie das bereits im Bereich der Modellprojekte für ökologisches und innovatives Bauen geschehen sei.
"Das Land Baden-Württemberg muss endlich eine eigenständige Wohnungspolitik betreiben. Dafür reichen die 28 Millionen Euro Landesanteil nicht aus", so Burkhardt. Das Land Bayern fördert das Wohnen mit 155 Millionen Euro und das Land Nordrhein-Westfalen sogar mit 766 Millionen Euro. "Die Landesregierung und viel mehr noch die betroffenen Baden-Württemberger bekommen in den Universitätsstädten und Ballungszentren bereits heute einen Mangel an Wohnungen zu spüren. Dies wird sich noch verschärfen", ist Burkhardt sicher. Schuld an der Wohnungsknappheit in einigen Regionen sei aber nicht nur die geringe Förderung. Insbesondere schlechte Rahmenbedingungen durch die Regulierungswut in Bund und Land hätten daran Anteil.
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