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| vbw warnt vor Sparkurs: „Wohnqualität ist Lebensqualität“ |
Zu wenig Spielraum in der Landeswohnraumförderung
Stuttgart, 20. Januar 2010. „Die Landesregierung beschränkt sich darauf, den Wohnungsbau zu verwalten. Mit den geringen Fördermitteln ist eine wirkliche Gestaltung nicht mehr möglich“, sagte Dr. Friedrich Bullinger, Verbandsdirektor des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., angesichts des vorgestellten Entwurfs des Landeswohnraumförderungsprogramms 2010/2011. Das Fördervolumen des Programms beträgt 48,45 Millionen Euro. Damit können rund 2050 Wohneinheiten gefördert werden. Das Land plant die Förderung von 1430 Eigentumsmaßnahmen und 620 Mietwohnungen. „Die Wohnungspolitik muss nun den Spagat schaffen, den Standort und das Kinderland Baden-Württemberg sowohl mit gutem Wohnraum zu stärken als auch bezahlbaren Wohnraum vorzuhalten. Denn Wohnqualität ist Lebensqualität“, so Bullinger. Dafür seien eine weitere regionale Differenzierung und eine höhere Konzentration auf den Mietwohnungsbereich notwendig. Kritik übte Bullinger erneut an den schwierigen Rahmenbedingungen. Immer mehr staatliche Regelungen behinderten die Tätigkeit der Wohnungsunternehmen. Insbesondere das Mietrecht müsse überarbeitet und das Wärmegesetz des Landes mit einer praktikablen Förderung unterlegt werden. Bullinger warnte: „Im Jahr 2013 läuft die Bundesförderung aus. Das Land muss sich jetzt schon Gedanken machen, wie es den Wohnungsbau dann gestalten will!“
„Wer das Land als attraktiven Standort zukunftsfähig halten will, muss mehr in der Wohnungspolitik tun. Der Blick auf die demografische Entwicklung zeigt nicht nur den Bedarf an bezahlbarem, familien- und seniorenfreundlichem Wohnraum. Es gilt auch Standortsicherung durch ein interessantes Wohnungsangebot für junge Facharbeiter zu betreiben“, so Bullinger abschließend.
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