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vbw setzt sich für kostengünstigen Energiepass bei Wohngebäuden ein
11.01.2005

Der vbw Verband baden-württembergischer Wohnungsunternehmen unterstützt die Einführung des Energieausweises für Wohngebäude. 3,5 Milliarden Euro haben die Wohnungsunternehmen im vbw in den vergangenen sieben Jahren für die energetische Modernisierung ihrer Wohnungen investiert. Mit dem Energieausweis lässt sich künftig im Vergleich zeigen, dass die Investitionen den Mietern in Form von Energieeinsparungen zu Gute kommen.

Um den Energieausweis für bestehende Gebäude so kostengünstig und einfach wie möglich zu gestalten, plädiert der vbw dafür, ihn auf der Grundlage des tatsächlichen Energieverbrauchs zu berechnen. "Die technisch aufwendige Berechnung des Energiebedarfs, die von der Bundesregierung vorgeschlagen wurde, ist teuer und bringt keine anderen Ergebnisse als die Berechnung auf der Grundlage des Verbrauchs. Das haben Praxistests des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) zusammen mit der Wohnungswirtschaft ergeben", so Gerhard A. Burkhardt, Präsident des vbw. "Im Sinne der Wohnungsunternehmen und ihrer Mieter sollte sich die Bundesregierung für eine praxistaugliche und möglichst Kosten sparende Lösung entscheiden", appelliert Burkhardt daher. Durch die verbrauchswertbasierte Lösung ließen sich für den Energieausweis Kosten von 150 Euro bis 500 Euro je Gebäude sparen, ist sich der Präsident des vbw sicher. Kosten, die ansonsten den Wohnraum verteuern könnten und weitere Investitionen in energetische Maßnahmen verhindern würden. Hintergrund für die Diskussionen um den für Gebäude vorgesehenen Energiepass ist das Vorhaben der Bundesregierung, im Rahmen der Novellierung der EnEV (Energieeinsparverordnung) die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2002/91/EG) in nationales Recht umzusetzen. Danach hat künftig bei der Errichtung, dem Kauf oder der Neuvermietung eines Gebäudes ein Energieausweis vorzuliegen, der den Energieverbrauch beziehungsweise die veranschlagte Energiemenge des Gebäudes transparent macht. Die Verordnung soll bis spätestens zu Beginn des Jahres 2006 in Kraft treten. Der von der Wohnungswirtschaft favorisierte Energieausweis funktioniert einfach und daher kostengünstig. Ausgangspunkt ist der reale Gesamtenergieverbrauch eines Gebäudes abzüglich des Energieanteils für das Warmwasser. Die so errechnete Heizenergie wird mit einem Faktor für die Klimabereinigung, den die Regierung für alle Regionen herausgibt, multipliziert. Daraus lässt sich über die Gesamtfläche des Gebäudes die Energiemenge je Quadratmeter errechnen. Auf diese Weise ergibt sich der Energieverbrauchswert des Gebäudes. Für neue Gebäude oder Gebäude, die für eine Modernisierung vorgesehen sind, bietet sich ein bedarfsbasierter Energiepass an, wie er bereits heute für solche Objekte verlangt wird.
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