vbw-info 02/2022

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Inhaltsverzeichnis

Verbandsinformationen

Wohnungspolitik

Gesetzgebung und Rechtsprechung

Steuerfragen

Prüfung und Bilanzierung

Wettbewerbe und Studien

Veranstaltungen

Aus- und Weiterbildung

Stellenbörse

Verbandsinformationen

Klimagipfel der Wohnungswirtschaft 2022

Unter dem Eindruck der aktuellen klimapolitischen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft fand am 17. und 18. Februar der zweite Klimagipfel der Wohnungswirtschaft in Konstanz statt. Im Fokus der gemeinsamen Veranstaltung des vbw mit dem VdW Bayern standen die Energieeffizienz des Wohnungsbestandes und geeignete unternehmensindividuelle Strategien für die Dekarbonisierung der Gebäude.

Mit einem Besucherrekord von 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand die hybride Veranstaltung großen Zuspruch. „Die Herausforderungen für die gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen liegen darin, den klimaneutralen Wohnungsbestand in 18 Jahren zu erreichen und gleichzeitig das Wohnen weiterhin bezahlbar zu gestalten“, beschrieb der vbw-Verbandsvorsitzende Peter Bresinski die schwierige Situation. Um Klimaneutralität zu erreichen, liege das Hauptaugenmerk auf dem Wohnungsbestand. Dabei widersprach er der Sinnhaftigkeit von immer höheren Energieeffizienzstandards. „Hohe Investitionen in die Gebäudehülle, die Gebäudetechnik sowie die Heizsysteme schlagen auf die Mieten durch. Die Klimastrategien der Unternehmen müssen vielmehr auf die effiziente Einsparung von CO2 ausgerichtet werden. Daran sollte sich auch die Ordnungspolitik orientieren!“

Es sprachen unter anderem Dipl.-Ing. Arch. Martin Ploß vom Energieinstitut Vorarlberg, Prof. Dr. Manfred Norbert Fisch, Leiter des Steinbeis-Innovationszentrum siz energieplus und Geschäftsführer der EGSplan, Dr. Ingrid Vogler, Expertin für Energie und Technik beim GdW, Prof. Dr. Norbert Raschper von der EBZ Business School in Bochum sowie Uwe Wulfrath, Geschäftsführer der GWG Tübingen, Andreas Heipp von der Joseph-Stiftung Bamberg, Bernd Silbermann von der Wohnbaugruppe Augsburg sowie WOBAK-Geschäftsführer Jens-Uwe Götsch und Dr. Norbert Reuter, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz.

Einen ausführlichen Bericht über den Klimagipfel finden Sie auf unserer Homepage.

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    Einladung zum Erfahrungsaustausch „Denkmalschutz und Klimaschutz“

    Der Klimaschutz stellt die Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen. Auflagen des Denkmalschutzes können insbesondere die energetische Sanierung der Gebäudehülle verzögern und für zusätzliche Kosten sorgen. Beim Planen der Gebäudeertüchtigung frühzeitig den Dialog mit der Denkmalschutzbehörde zu suchen, kann helfen, angepasste Lösungen zu finden.

    Wir möchten alle interessierten Mitgliedsunternehmen zu einem Erfahrungsaustausch über „Denkmalschutz und Klimaschutz“ einladen. Gemeinsam wollen wir dort Argumente sammeln, die wir den Behörden und der Politik gegenüber deutlich machen können.

    Mit den interessierten Teilnehmern stimmen wir den Termin und das weitere Vorgehen ab.

    Melden Sie sich gerne bei Robert Bechtloff, Referent für Nachhaltigkeit (Telefon 0711 16345 – 121, E-Mail: bechtloff@vbw-online.de).

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      Neue Förderdatenbank der KEA-BW

      Bei Investitionen in den Klimaschutz bilden Förderprogramme einen wichtigen Teil der Finanzierung. Den Überblick über die unzähligen Förderprogramme zu behalten, fällt jedoch nicht leicht. Hilfe im Förderdschungel bietet nun die neue Förderdatenbank der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Hier lassen sich einfach und schnell alle Förderprogramme für Vorhaben in Baden-Württemberg finden. Die Datenbank der Landesenergieagentur entstand im Auftrag des Ministeriums für Verkehr. Sie beinhaltet aktuell 118 Landes- und Bundesförderprogramme für alle Bereiche des Klimaschutzes. In der KEA-Förderdatenbank sind nicht nur Programme fürs Bauen und Sanieren enthalten. Sie informiert stets aktuell über alle Förderangebote im Zusammenhang mit Klimaschutz, so etwa auch im Bereich Personal oder Elektromobilität. Filterfunktionen und eine Freitextsuche führen schnell zur passenden Förderung. Neu: Seit diesem Jahr erhalten Interessierte eine filterbare Gesamtübersicht aller Programme im Excel-Format.

      Hier finden Sie die neue KEA-Datenbank: www.kea-bw.de/foerderdatenbank

      Eine Übersicht über mögliche Förderprogramme für die Wohnungswirtschaft finden Sie auch im Mitgliederbereich auf unserer Homepage www.vbw-online.de unter der Rubrik Infomaterial.

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        Neue Mitgliedsunternehmen im vbw

        Der vbw freut sich über den Beitritt der SWG Schwetzinger Wohnbaugesellschaft GmbH & Co. KG und des Eigenbetrieb KünWerke – Sparte Wohnbau der Stadt Künzelsau.

        Die Wohnungsunternehmen wurden als ordentliche Mitglieder aufgenommen.

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          Trauer

          Der Bau- und Heimstättenverein Stuttgart eG, trauert um ihren ehemaligen Vorstand Ulrich Goeser, der am 12.02.2022 im Alter von 70 Jahren verstorben ist.

          Herr Goeser war 22 Jahre Mitglied in der Genossenschaft und von 2000 bis 2014 als geschäftsführender Vorstand tätig. Mit starkem persönlichen Engagement setzte er sich für die Belange des Unternehmens ein und prägte dessen Entwicklung nachhaltig.

          In seiner aktiven Zeit war er unter anderem auch als Verbandsratsmitglied beim vbw tätig. Für seine Tätigkeit wurde er im Jahr 2011 mit der Ehrenmedaille in Silber und im Jahr 2014 mit der Ehrenmedaille in Gold des vbw ausgezeichnet. Herr Goeser war zudem langjähriges und geschätztes Mitglied im „Freundeskreis ehemaliger Vorstands- und Verbandsratsmitglieder des vbw“.

          Und noch eine traurige Nachricht hat uns erreicht:

          Die Pforzheimer Bau und Grund GmbH trauert um ihren ehemaligen Geschäftsführer Claus Lindner, der am 25.10.2021 im Alter von 89 Jahren verstorben ist.

          Herr Lindner war für die Pforzheimer Bau und Grund GmbH 46 Jahre lange tätig, davon 30 Jahre als Geschäftsführer. In seine Amtszeit fallen städtebaulich bedeutsame Maßnahmen, die für das heutige Stadtbild prägend sind. Herr Lindner hat sich während dieser Zeit viel Anerkennung und Wertschätzung erworben.

          Auch Herr Lindner war in seiner aktiven Zeit unter anderem als Verbandsratsmitglied beim vbw tätig. Für sein Engagement wurde er im Jahr 1997 mit der Ehrenmedaille in Gold des vbw ausgezeichnet. Herr Lindner war zudem gleichfalls langjähriges und geschätztes Mitglied im „Freundeskreis vbw“.

          Der vbw wird Herrn Goeser und Herrn Lindner für ihre Verdienste für die Wohnungswirtschaft in dankbarer Erinnerung behalten.

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            Wohnungspolitik

            Aktueller Stand in Zusammenhang mit dem Förderstopp der KfW

            Seit dem überraschenden KfW-Förderstopp entfalteten sowohl der GdW als auch der vbw zahlreiche Aktivitäten gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit, um die Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft und die Forderungen der Branche zu verdeutlichen.

            Der vbw kommunizierte die Interessen der Wohnungswirtschaft intensiv gegenüber der Landespolitik, der Öffentlichkeit sowie den bundespolitischen Vertretern aus Baden-Württemberg. Dies geschah durch Pressemeldungen am 24.01.2022 und am 24.02.2022 sowie bereits mit Blick auf das Ende der KfW55-Förderung am 19.01.2022 und im November 2021. Um die Auswirkungen des Förderstopps gegenüber Politik und Öffentlichkeit transparent darzustellen, führte der vbw unmittelbar nach dem verkündeten Förderstopp eine Blitzumfrage unter den Mitgliedsunternehmen durch, deren Ergebnisse unter anderem in ein persönliches Schreiben an die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, einflossen. Ebenfalls wurden die aus Baden-Württemberg stammenden Bundestagesabgeordneten persönlich angeschrieben und zahlreiche Hintergrundgespräche mit Vertretern aus Politik und Verwaltung geführt.

            Neue Anträge für Sanierungsmaßnahmen seit 22.02.2022

            Seit dem 22.02.2022 können wieder neue Anträge bei der KfW für Sanierungsmaßnahmen gestellt werden. Die Sanierungsförderung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startete damit wieder. Die Förderbedingungen für Sanierungsmaßnahmen bleiben unverändert.

            Inzwischen hat die Bundesregierung zusammen mit dem Haushaltsausschuss des Bundestages neue Mittel für die BEG von rd. 9,5 Mrd. EUR bereitgestellt, die zur Abarbeitung der bis 23.01.2022 gestellten Altanträge, zur Wiederaufnahme der Sanierungsförderung und zur Neuauflage der EH40-Neubauförderung bestimmt sind und die Finanzierung bis zur Verabschiedung des regulären Haushaltes sichern. Aufgrund der begrenzten Haushaltsmittel und der Erfahrungen aus der Vergangenheit empfehlen wir, wenn dies möglich ist, auch Anträge auf Vorrat bei der KfW zu stellen.

            EH40-Neubauförderung

            Zur neu aufzusetzenden EH40-Neubauförderung laufen derzeit intensive Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung. Es soll ein bis zum 31.12.2022 befristetes EH40-Neubau-Förderprogramm mit geänderten Bedingungen aufgelegt werden. Die Fördersätze werden abgesenkt (halbiert) und ein Kostendeckel von voraussichtlich einer Mrd. EUR für diesen Fördertatbestand eingeführt. Details zu Antragsberechtigung und Vergabeverfahren werden noch festgelegt.

            Kompensation für geförderten Wohnungsbau ab 01.02.2022

            Hinsichtlich des Endes der KfW55-Förderung hat der Ministerrat das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg mit Blick auf den geförderten Wohnungsbau beauftragt, eine Kompensation des entfallenden Förderbausteins der KfW für die Erreichung der Effizienzhausstufe 55 im Rahmen des aktuellen Förderprogramms Wohnungsbau BW 2020/2021 ab 01.02.2022 für den sozial gebundenen Wohnungsbau einzuführen. Dieses Förderprogramm ist nach wie vor in Kraft, bis es durch das künftige Förderprogramm 2022 abgelöst wird.

            Damit können entfallende bundesseitige Investitions-/Tilgungszuschüsse der KfW für die genannte Effizienzhausstufe (EH 55) im Neubau durch die Wohnraumförderung des Landes in der sozialen Mietwohnraumförderung ab 01.02.2022 kompensiert werden.

            Die durch die L-Bank bei der Prüfung eines Förderantrags zum Programm Wohnungsbau BW 2020/2021 ermittelten Subventionsbarwerte werden daher je entstehende Wohneinheit pauschalierend um 18.000 Euro in der sozialen Mietwohnraumförderung erhöht. Die L-Bank wird diese Subventionierung im Sinne einer Kompensation in der Mietwohnraumförderung als Tilgungszuschüsse ausreichen. Die Kompensation des entfallenden Förderbausteins der KfW für die Erreichung der Effizienzhausstufe 55 ist ebenfalls im neuen Förderprogramm Wohnungsbau BW 2022 vorgesehen, das voraussichtlich zum 02.05.2022 in Kraft treten wird. Mehr dazu im folgenden Beitrag.

            Prüfung Schadensersatzansprüche

            Der GdW hat ein Gutachten zum "Förderstopp-KfW–EH-Stufe 55–Förderprogramm" in Auftrag gegeben, das von der auf diesem Gebiet spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei Dombert und Partner erstellt wird. Prüfauftrag ist, ob und gegebenenfalls innerhalb welcher denkbaren Fallkonstellationen Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit dem "Förderstopp-KfW–EH-Stufe 55–Förder-programm" für diejenigen Unternehmen bestehen, die ihre Anträge bis einschließlich zum 23.01.2022 nicht oder nicht vollständig gestellt haben, jedoch mit Blick auf das ursprünglich vorgesehene Auslaufen der Förderung zum 31.01.2022 geplant hatten, entsprechende Anträge zu stellen. Schließlich soll auch geprüft werden, an wen entsprechende Schadenersatzforderungen zu richten sind. Geprüft werden dabei nicht nur mögliche Rechtsgutverletzungen, sondern auch die weitergehende Frage, ob sich daraus Schadenersatzansprüche ableiten lassen. 

            Antrag auf Wiedereinsetzung für EH-55

            Nach Hinweis der mit dem Gutachten beauftragten Rechtsanwaltskanzlei wurde empfohlen, bei der KfW einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu stellen. Der vbw hat im Rahmen eines Rundschreibens an die Mitgliedsunternehmen am 15.02.2022 über die Vorgehensweise und die Hintergründe informiert. Nachdem die KfW entsprechende Anträge nicht mehr online angenommen hat, sollte postalisch (gegebenenfalls vorab per Fax) der Antrag auf Förderung mit dem Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand verbunden werden. Diese Empfehlung richtete sich allein an diejenigen Unternehmen, die vom "Förderstopp KfW–EH-Stufe 55–Förderprogramm" betroffen waren. Der Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand bedarf nach Mitteilung der Kanzlei Dombert und Partner zunächst keiner Begründung. Sie könnte unter Berücksichtigung des konkreten Einzelfalls im weiteren Schriftverkehr mit der Behörde nachgereicht werden. Die Behörde kann aber wiederum eine Frist für die Begründung setzen und nach deren fruchtlosem Ablauf die Wiedereinsetzung ablehnen.

            Zurückhaltend betrachtet der GdW mögliche Schadenersatzforderungen für die ursprünglichen KfW-EH40-Anträge, die nach dem 23.01.2022, 24:00 Uhr, gestellt wurden. Die vor dem 23.01.2022 gestellten Anträge werden von der KfW nach den bisherigen Programmkriterien bearbeitet.

            Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

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              Kompensation entfallender Investitions-/Tilgungszuschüsse der KfW EH-55 Neubau im Rahmen des Wohnraumförderungsprogramms

              Der Ministerrat hat das MLW beauftragt, eine Kompensation des entfallenden Förderbausteins der KfW für die Erreichung der Effizienzhausstufe 55 im Rahmen des aktuellen Förderprogramms Wohnungsbau BW 2020/2021 ab 01.02.2022 für den sozial gebundenen Wohnungsbau einzuführen. Dieses Förderprogramm ist nach wie vor in Kraft, bis es durch das künftige Förderprogramm 2022 abgelöst wird.

              Damit können entfallende bundesseitige Investitions-/Tilgungszuschüsse der KfW für die genannte Effizienzhausstufe (EH 55) im Neubau durch die Wohnraumförderung des Landes in der sozialen Mietwohnraumförderung ab 01.02.2022 kompensiert werden.

              Das gilt für Neubau, Erwerb neuen Wohnraums sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Die durch die L-Bank bei der Prüfung eines Förderantrags zum Programm Wohnungsbau BW 2020/2021 ermittelten Subventionsbarwerte werden daher je entstehende Wohneinheit pauschalierend um 18.000 Euro in der sozialen Mietwohnraumförderung erhöht.

              Die L-Bank wird diese Subventionierung im Sinne einer Kompensation in der Mietwohnraumförderung als Tilgungszuschüsse ausreichen.

              Diese Kompensation gilt für prüffähige Förderanträge zum Programm Wohnungsbau BW 2020/2021, die ab dem 01.02.2022 wirksam eingereicht werden, wenn

              • ein Förderantrag zum KfW-Programm (Effizienzhausstufe nach KfW 55 im Neubau) nicht wirksam gestellt ist
              • die Kompensation gewünscht ist (formlose Anzeige gegenüber der L-Bank möglich) und
              • ein Förderantrag zum genannten KfW-Programm ab dem 01.02.2022 allein aufgrund der Einstellung dieses Programmbereichs nicht mehr gestellt werden kann.

              Würde einer Antragstellung hingegen ein vorzeitiger Beginn (im Sinne landesrechtlicher Bestimmungen) entgegenstehen, kommt eine solche Kompensation nicht in Betracht.

              Eigenständige Förderbedingungen der KfW werden nicht Bestandteil der Landeswohnraumförderung.

              Für das zu fördernde Objekt gilt ausschließlich der Neubaustandard Plus des Wohnraumförderungsprogramms Wohnungsbau BW 2020/2021 als Fördervoraussetzung.

              Die Förderhöhe steht in der sozialen Mietwohnraumförderung stets unter dem Vorbehalt einer beihilferechtlichen Prüfung durch die L-Bank anhand des einschlägigen Kalkulationsschemas. Die Kompensation ist selbstverständlich Gegenstand dieser Prüfung.

              Die Kompensationsregelungen enden jedenfalls, sobald der Effizienzhausstandard 55 im Neubau dem gesetzlichen Standard des Gebäudeenergiegesetzes entspricht.

              Es wird darauf hingewiesen, dass diese Kompensationsregelungen – unter den eben genannten Einschränkungen – auch Gegenstand des künftigen Förderprogramms sein werden.

              Die Änderung des Förderangebots kann ohne Änderung der Verwaltungsvorschrift zum Förderprogramm Wohnungsbau BW 2020/2021, wie hier, durch Erlass erfolgen, wenn Angebote der KfW entfallen. Die Anpassung der Verwaltungsvorschrift zur Ermöglichung der Kompensation eines entfallenen Angebots der KfW wird als notwendig im Sinne des Abschnitt I, Allgemeine Regelungen, Ziffer 20 angesehen.

              Die Änderung erfolgt rückwirkend auf den 01.02.2022.

              Kein Gegenstand der Entscheidung des Ministerrats vom 25.01.2022 war eine mögliche Reaktion auf Änderungen der bundesseitigen Förderung für Wohnhäuser des Effizienzhausstufe 40 und besser. Die landesseitigen Förderangebote bleiben insoweit unverändert.

              Die Übersicht über die Konditionen finden Sie hier. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die L-Bank.

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                „Blaue Broschüre“ zum Wohnraumförderprogramm 2022 liegt vor

                Am 09.02.2022 erhielt der vbw die sogenannte „Blaue Broschüre“, welche die Entwurfsfassung zu den Fördermodalitäten des Wohnraumförderprogramms 2022 enthält.

                Die nachfolgenden, zentralen Änderungen der Förderbedingungen sind mit Blick auf die Mietwohnraumförderung vorgesehen:

                • Das bisherige Fördervolumen von 250 Mio. Euro jährlich wird dank erhöhter Finanzhilfen des Bundes auf 377 Mio. Euro erhöht.
                • Erhöhung des Festbetrags der berücksichtigungsfähigen Gesamtkosten – Baukosten (KG 200 bis 800) – von 3.500 Euro auf 4.000 Euro je m² Wohnfläche, im Falle zusätzlicher Abbruchkosten erhöhen sich die berücksichtigungsfähigen Gesamtkosten um 100 Euro je m² Wohnfläche auf 4.100 Euro m2.
                • Die im letzten Programm eingeführte verlässlich kalkulierbare Festanteilsförderung der Subventionierung soll einheitlich um 3 % erhöht werden. Für die allgemeine soziale Mietwohnraumförderung bedeutet dies eine Erhöhung von derzeit 37 % auf 40 % der förderfähigen Gesamtkosten des Vorhabens. Bei einer Bindungsdauer von 30 Jahren und einer Regelabsenkung der Miete um 33 % ergibt dies einen Festbetrag der Subventionierung i.H.v. 1.045 Euro je m2.
                • Angesichts der Einstellung der bundesseitigen Neubau-Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für das Effizienzhaus der Stufe KfW 55, soll landesseitig eine entsprechende Kompensation gewährt werden. Die seitens der L-Bank ermittelten Subventionsbarwerte werden daher je entstehende Wohneinheit um 18.000 Euro (soziale Mietwohnraumförderung) und 20.000 Euro (soziale Förderung selbst genutzten Wohnraums) erhöht.
                • Künftig sollen Erbbaurechtsgestaltungen in der Förderung sozialen Mietwohnraums einbezogen werden. Erbbauzinsen sollen demnach bis zu einer Höhe von 3 % der Grundstückskosten förderfähig sein.
                • Für Gesamtmaßnahmen in der Modernisierungsförderung soll künftig das Erreichen des KfW-Effizienzhausstandards 70 erforderlich sein.
                • Die Zertifizierung von Neubauvorhaben nach einem für den Wohnungsbau anerkannten System der Nachhaltigkeitszertifizierung soll als Fördervoraussetzung verpflichtend werden. Angeführt wird in der Blauen Broschüre beispielsweise das DGNB-Zertifizierungssystem, aber auch andere Zertifizierungssysteme sollen möglich sein.

                Die Anhörung im Landtag findet am 11.03.2022 statt. Im Anschluss daran wird die Verordnung zur Wohnraumförderung erarbeitet. Geplant ist, dass das Programm zum 02.05.2022 in Kraft tritt. Unsere Stellungnahme sehen Sie hier.

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                  Aufteilung CO2-Preis: Bundesregierung plant Stufenmodell

                  In ihrem Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung eine „faire Teilung” des CO2-Preises für das Heizen zwischen Vermietern und Mietern beschlossen. Nach Medienberichten hat sich die Bundesregierung inzwischen auf ein Stufenmodell mit sieben Stufen geeinigt.

                  Wir begrüßen, dass zur Kostenverteilung beim CO2-Preis ein Stufenmodell auf den Weg gebracht werden soll. Damit wird der Vorschlag der sozial orientierten Wohnungswirtschaft aufgegriffen. Um mit dem CO2-Preis im Gebäudebereich eine echte Lenkungswirkung zu erzielen, braucht es eine doppelte Anreizwirkung: Für Mieter muss der Anreiz geschaffen werden, energieeffizient zu heizen, und für Vermieter der Anreiz, in klimaschonende Heizungssysteme sowie energetische Sanierungen zu investieren. Eine pauschale 50:50-Regelung kann das nicht lösen und wäre ungerecht. Es braucht eine Differenzierung. Vermieter, die bereits energetisch modernisiert haben, müssen gegenüber denjenigen, die dies noch nicht getan haben, bessergestellt werden. Der öffentlich gewordene Vorschlag setzt auf eine Verteilung anhand von CO2-Emissionen. Somit ist der tatsächliche Energieverbrauch Ausgangspunkt. Schließlich kommt es beim Klimaschutz darauf an, die tatsächlichen Emissionen zu vermindern. Dabei sollten aber Denkmäler nicht wie alle anderen Gebäude behandelt werden.

                  Hintergrund

                  Der Koalitionsvertrag sieht bis 01.06. eine Einigung zur Aufteilung des CO2-Preises vor. Sollte dies zeitlich nicht gelingen, werden die erhöhten Kosten durch den CO2-Preis ab dem 01.06.2022 hälftig zwischen Vermietern und Mietern geteilt.

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                    Wohnungsbau-Tag präsentiert Studie zur Zukunft des Bestandes – Fahrplan zur Klimaneutralität beim Wohnen vorgelegt

                    Sieben führende Organisationen und Verbände der Bau- und Immobilienbranche haben auf dem 13. Wohnungsbau-Tag 2022 am 17.02.2022 in Berlin eine aktuelle Studie des Bauforschungsinstituts „ARGE für zeitgemäßes Wohnen“ (Kiel) vorgelegt. Die Studie liefert einen Fahrplan zur Klimaneutralität beim Wohnen. Darin setzen die Wissenschaftler auf einen Mix aus mehr Neubau und deutlich mehr Umbau im Gebäudebestand. Das sei – zusammen mit mehr Klimaschutz beim Wohnen – allerdings nur zu erreichen, wenn der Staat eine Reihe von zusätzlichen Steuer-Anreizen setze und KfW-Programme anpasse bzw. neue Förderungen schaffe.

                    Ministerin Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Minister Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, stellten auf dem Wohnungsbautag ihre Konzepte für die Wohnungspolitik vor und gingen in das Gespräch mit den Vertretern der Verbände.

                    Das Verbändebündnis Wohnungsbau sieht folgende 5 Handlungsempfehlungen für Bund, Länder und Kommunen, um die anspruchsvollen Ziele der Ampelkoalition auf Basis der Erkenntnisse der Studie zu unterstützen und zu erreichen:

                    1. Klimaneutralität bezahlbar umsetzen
                    2. Investitionsbedingungen verlässlich gestalten
                    3. Beim Neubau auch die Potenziale im Bestand nutzen
                    4. Mehr Sozialen Wohnungsbau fördern
                    5. Überfällige Digitalisierung, systematische Nutzung von Skaleneffekten in der Planung und mehr Kostenkontrolle bei Gesetzen, Normen und Planungen

                    Sie finden hier die Studie, alle Charts und die Forderungen des Verbändebündnisses sowie die Pressemitteilung.

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                      Förderaufruf „Gemeinsam unterstützt und versorgt wohnen 2022“

                      Gerne informieren wir Sie, dass das Ministerium für Soziales, Gesundheit und IntegrationBW den Förderaufruf „Gemeinsam unterstützt und versorgt wohnen 2022“ veröffentlicht hat. Im Rahmen des Förderprogramms sollen erneut passgenaue, ambulant betreute Wohngemeinschaften für volljährige Menschen mit Unterstützungs- und Versorgungsbedarf und für volljährige Menschen mit Behinderungen mitten im Quartier in Baden-Württemberg gefördert werden. Förderfähig ist der Neubau von barrierefreiem Mietwohnraum zu Zwecken des gemeinschaftlichen, ambulant betreuten Wohnens im Sinne von § 4 Absatz 2 und 3 Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG) und § 2 Absatz 3 WTPG.

                      Den Förderaufruf des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration BW mit weiteren Informationen sowie den Antragsunterlagen finden Sie unter folgendem Link: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderaufrufe/

                      Anträge müssen bis spätestens 30.04.2022 bei der Förderbehörde, dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, eingereicht werden.

                      Bei Fragen steht Ihnen als Ansprechpartner Robert Bechtloff vom vbw (Tel. 0711 16345 – 121 oder per E-Mail unter bechtloff@vbw-online.de) gerne zur Verfügung.

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                        GdW-Europabriefe 01/2022 und 02/2022

                        Mit seinem „GdW-Europabrief“ informiert der GdW aus Brüssel über Neuigkeiten im wohnungswirtschaftlichen Bereich in der Europäischen Union; hier können Sie die aktuellen Ausgaben 01/2022 und 02/2022 einsehen.

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                          EU–INFO Januar 2022

                          Neue Informationen aus der Europäischen Union zu Themen rund um die Wohnungswirtschaft finden Sie hier.

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                            Gesetzgebung und Rechtsprechung

                            Wichtige Information zur AVBFernwärmeV

                            Bekanntlich sind bereits im Oktober des vergangenen Jahres Änderungen an der AVBFernwärmeV in Kraft getreten.

                            Unter anderem wird Fernwärmekunden seitdem die Möglichkeit eingeräumt, die Wärmeleistung ohne Nennung von Gründen im laufenden Vertrag bis zur Hälfte reduzieren zu lassen.

                            Bitte beachten Sie die weiteren Informationen im erläuternden Schreiben vom 10.02.2022 von Frau Dr.-Ing. Ingrid Vogler, Leiterin Energie und Technik im GdW, das Sie hier einsehen können.

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                              BGH: Baumfällkosten sind Kosten der Gartenpflege

                              Ende 2021 hat der BGH  (Urteil vom 10.11.2021, Az. VIII ZR 107/20) die lange umstrittene Frage, ob die Kosten, einen morschen Baum zu fällen, zu den "Kosten der Gartenpflege" im Sinne von § 2 Nr. 10 BetrKV gehören, geklärt. Das Thema war bislang nicht höchstrichterlich entschieden und umstritten. Einige Gerichte waren der Ansicht, dass der Vermieter beim Fällen eines morschen, nicht mehr standsicheren, absterbenden Baumes „nur“ seiner Verkehrssicherungspflicht nachkomme oder einen Mangel beseitige und insoweit die Kosten zu tragen habe.

                              Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zugrunde:

                              Die Vermieterin hatte eine über 40 Jahre alte Birke auf dem u.a. von der Klägerin (= Mieterin) bewohnten Grundstück fällen lassen, weil der Baum morsch und nicht mehr standfest war. Die Kosten von 2.500,00 Euro legte sie im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf die Mieter um. Von den Kosten entfielen auf die Mieterin 415,00 Euro. Nachdem die Mieterin zunächst die sich aus der Betriebskostenabrechnung ergebende Nachzahlung, die im Wesentlichen auf den Kosten der Baumfällung beruhte, unter Vorbehalt geleistet hatte, fordert sie nun klageweise Rückzahlung der anteiligen Baumfällkosten. Die Mieterin trägt vor, die Vermieterin hätte diese Kosten nicht als Kosten der Gartenpflege umlegen dürfen.

                              Die Klage auf Rückzahlung hatte in letzter Instanz keinen Erfolg. Nach Ansicht des BGH steht der Klägerin ein Anspruch auf Rückerstattung der auf die Kosten der Baumfällung entfallenden Betriebskosten nicht zu. Die Klägerin hat diesen Betrag mit Rechtsgrund geleistet, da die Kosten der Fällung des morschen und nicht mehr standsicheren Baums zu den umlagefähigen „Kosten der Gartenpflege” im Sinne von § 2 Nr. 10 BetrKV gehören.

                              § 2 Nr. 10 BetrKV umfasst die Kosten der Pflege von zum Wohnanwesen gehörenden, gemeinschaftlichen Gartenflächen, die nicht dem Vermieter oder anderen Mietern zur alleinigen oder der Öffentlichkeit zur allgemeinen Nutzung überlassen sind. Ob der Mieter diese Gartenfläche auch tatsächlich nutzt, ist unerheblich. Die Fällung und Beseitigung eines nicht mehr standfesten Baums ist nach der Begründung des BGH regelmäßig eine objektiv erforderliche Maßnahme der Gartenpflege. Zwar sind in § 2 Nr. 10 BetrKV Baumfällarbeiten nicht ausdrücklich genannt, jedoch die Erneuerung von Pflanzen und Gehölzen. Bäume sind Gehölze in diesem Sinne. Die Erneuerung setzt das vorherige Entfernen voraus, sodass das Entfernen nicht ausdrücklich genannt werden musste.

                              Die Baumfällkosten sind nach BGH insbesondere keine – nicht umlagefähigen – Instandsetzungskosten im Sinne von § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV. Aufwendungen für Instandsetzung und Instandhaltung werden durch Reparatur und Wiederbeschaffung verursacht und müssen zur Erhaltung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs erbracht werden, um die durch Abnutzung, Alterung oder Witterungseinwirkung entstehenden baulichen oder sonstigen Mängel ordnungsgemäß zu beseitigen. Instandsetzung und Instandhaltung betreffen deshalb Mängel an der Substanz der Immobilie oder ihrer Teile. Mit dem Fällen eines Baums wird nicht notwendigerweise ein Mangel der Mietsache beseitigt. Dies gilt, unabhängig davon, dass der Vermieter durch das Fällen eines nicht mehr standfesten Baums seiner Verkehrssicherungspflicht genügt. Die Erfüllung von Verkehrssicherungspflichten ist als rein haftungsrechtlicher Gesichtspunkt kein maßgebendes Kriterium zur Abgrenzung zwischen Instandhaltungs- und Betriebskosten.

                              Der Einordnung der Baumfällkosten als Betriebskosten steht nach der neuen Entscheidung letztlich auch nicht entgegen, dass diese nicht jährlich oder in festgelegten Abständen entstehen. Bei Pflanzen und Gehölzen sei der Erneuerungsbedarf in zeitlicher Hinsicht nicht in dem Maße vorhersehbar wie bei anderen Betriebskosten, da es sich bei Pflanzen und Gehölzen um Lebewesen handelt und sie daher nicht ohne Weiteres mit den anderen, auf baulichen und technischen Gegebenheiten beruhenden Betriebskosten vergleichbar sind. § 2 Nr. 10 BetrKV unterscheide – so der BGH – auch nicht zwischen kurz- und langlebigen Gehölzen. Damit seien der Entstehung von "Kosten der Gartenpflege" längere, nicht sicher vorherbestimmbare Zeitintervalle immanent. Schließlich sind die Kosten einer Baumfällung für einen Mieter, der die mit Bäumen versehene Gartenanlage nutzen und damit vom entsprechenden Wohnwert profitieren kann, nach der Entscheidung auch vorhersehbar.

                              Bei Fragen steht Ihnen das Team der Rechtsabteilung (Telefon Sekretariat 0711 16345 – 117 oder – 104) gerne zur Verfügung.

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                                Neuerlicher Entwurf zur Bekämpfung von Mietwucher

                                Der Bundesrat will härter gegen Mietwucher vorgehen. Der Beweis für „unangemessen hohe Mietforderungen" soll für Mieter einfacher und die Bußgelder bei einem Verstoß durch den Vermieter sollen verdoppelt werden. Dies sieht der am 11.02.2022 beschlossene Entwurf eines Gesetzes zur besseren Bekämpfung von Mietwucher (Drucksache 849/21) vor.

                                Bekanntlich hatte der Bundesrat bereits in 2019 einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Bekämpfung von Mietwucher beschlossen (Drucksache 527/19) und an den Bundestag weitergeleitet. Weil das Parlament diesen jedoch nicht bis zum Ende der 19. Legislaturperiode abschließend beraten hatte, muss sich wegen des Diskontinuitätsgrundsatzes (Gesetzesvorlagen, die nicht mehr vor Ende einer Legislaturperiode behandelt werden konnten, müssen neu eingebracht und verhandelt werden) nun der 20. Deutsche Bundestag mit dem neuen Entwurf befassen.

                                In dem aktuellen Gesetzentwurf geht es allein um eine Änderung von § 5 WiStrG. Eine Änderung des in § 291 StGB geregelten Straftatbestands "Wucher", der etwa die deutlich überteuerte Vermietung von Wohnraum unter Ausnutzung einer Zwangslage unter Strafe stellt, ist nicht Gegenstand des Entwurfs.

                                Um sich erfolgreich auf die Vorschrift des § 5 WiStrG berufen zu können, müssen Mieter aktuell nachweisen, dass sie sich vergeblich um eine günstigere Wohnung bemüht haben und der Vermieter diese Zwangslage ausgenutzt hat, indem er eine überteuerte Miete verlangt hat.

                                Auf das Erfordernis der Ausnutzung eines geringen Angebots an vergleichbaren Räumen soll gemäß Entwurf künftig verzichtet und stattdessen bei der Frage der Unangemessenheit auf ein objektives Kriterium, nämlich das Vorliegen eines geringen Angebots, abgestellt werden. Auch das derzeit geltende Bußgeld von 50.000 Euro sei angesichts des angespannten Wohnungsmarkts nicht mehr zeitgemäß und „vermag heutzutage keine hinreichende generalpräventive Wirkung mehr zu entfalten", erklärt der Bundesrat und schlägt vor, bei Verstößen den Bußgeldrahmen für "unangemessen hohe Mietforderungen" auf 100.000 Euro zu verdoppeln.

                                Über den Gang des Gesetzgebungsverfahrens werden wir Sie informiert halten.

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                                  Steuerfragen

                                  Die WTS informiert zur Grundsteuer

                                  Leider hält sich die Finanzverwaltung mit offiziellen Verlautbarungen zur Erfüllung der Steuererklärungspflichten zur Ermittlung der Grundsteuerwerte auf den 01.01.2022 weiterhin bedeckt. Der vbw hat das Landesfinanzministerium erneut angeschrieben und um Klärung von Zweifelsfragen gebeten, allerdings noch keine Antwort erhalten.

                                  „Inoffiziell“ konnten wir aber Folgendes in Erfahrung bringen:

                                  1. Ab Anfang Mai sollen Informationsschreiben an die Steuerpflichtigen verschickt werden.
                                     
                                  2. Diesen Schreiben ist ein Beiblatt beigefügt, in dem die Daten zu dem jeweiligen Grundstück aufgeführt sind und zwar

                                    - Gemarkung
                                    - Grundbuchblatt
                                    - Flur
                                    - Flurstück (Zähler / Nenner) mit dem Hinweiss, dass, wenn das Grundstück aus mehreren Flurstücken besteht, dies zu ergänzen ist.
                                     
                                  3. Die Steuererklärung erfolgt unter dem bisherigen Einheitswertaktenzeichen, was bedeuten würde, dass die bisher schon bestehenden wirtschaftlichen Einheiten (mehrere Grundstücke) weiterhin bestehen blieben.
                                     
                                  4. Wohn- und Garagengrundstücke sollen zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst werden können. Anmerkung: Dies ist vorteilhaft, weil dann auch die Garagengrundstücke in den Genuss der Ermäßigung der Steuermesszahl für Wohngrundstücke kommen können. Sie sollten heute schon prüfen, ob Garagengrundstücke ein eigenes Einheitswertaktenzeichen haben. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie in einem nächsten Schritt prüfen, ob dieses Garagengrundstück mit einem Wohngrundstück zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst werden kann.
                                     
                                  5. Die Bodenrichtwerte zum Hauptfeststellungszeitpunkt sollen ab Juli 2022 über BORIS-BW (www.gutachterausschuesse-bw.de) eingesehen werden können. Anmerkung: Dies entspricht der gesetzlichen Verpflichtung. Ob alle Gutachterausschüsse die Daten in der gesetzlichen Frist bereitstellen, bleibt abzuwarten.
                                     
                                  6. In BORIS-BW soll ein eigenes Portal „Bodenrichtwerte für die Grundsteuer“ ab dem 01.07.2022 bereitgestellt sein, in welchem für jedes Flurstück der Bodenrichtwert zum Stichtag 01.01.2022 zusammen mit der Buchfläche des Flurstücks angezeigt wird. Das heißt aber auch, dass bei Grundstücken, die aus mehreren Flurstücken bestehen, die Fläche aufaddiert werden müsste. Der Bodenrichtwert müsste für alle Flurstücke des Grundstücks gleich sein.
                                     
                                  7. Es kommt vor, dass in einer Bodenrichtwertzone ganz unterschiedliche Bebauungen vorliegen (z.B. Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäuser oder Gewerbeobjekte). Nach § 15 Abs. 3 ImmoWertV können sich bei diesen Sachverhalten mehrere Bodenrichtwertzonen deckungsgleich überlagern. Das heißt aber auch, dass man sehr genau aufpassen muss, um in diesen Fällen nicht den unzutreffenden Bodenrichtwert anzusetzen.
                                     
                                  8. In einer Bodenrichtwertzone können einzelne Grundstücke liegen, die eine vom Bodenrichtwertgrundstück abweichende Art der Nutzung haben. Zum Beispiel Grünflächen, Waldflächen, Wasserflächen, Verkehrsflächen und Gemeinbedarfsflächen. Nach § 15 Abs. 2 ImmoWertV soll dann der für die Richtwertzone angegebene Bodenrichtwert nicht für diese Grundstücke gelten. Es ist noch ungeklärt, ob die Gutachterausschüsse Gebühren für eine Auskunft über den Bodenrichtwert für diese Grundstücke erheben dürfen.

                                  Bei Fragen steht Ihnen als Ansprechpartner die WTS Wohnungswirtschaftliche Treuhand Stuttgart GmbH, Hohe Str. 16, 70174 Stuttgart (Tel. 0711 16345 – 410, Email: info@wts-vbw.de) gerne zur Verfügung.

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                                    Prüfung und Bilanzierung

                                    Digitaler Finanzbericht

                                    Der digitale Finanzbericht (DiFin) dient der Übermittlung der Daten des Jahresabschlusses an Kreditinstitute oder andere berechtigte Empfänger unter Verwendung einer Taxonomie im XBRL-Format. Das Verfahren ist dem Grunde nach vergleichbar mit der Übermittlung der Daten an die Finanzverwaltung (E-Bilanz). Zusätzlich wird eine bildhafte Kopie des Abschlusses und Lageberichts und ggf. des Prüfungsberichts übermittelt. Dadurch entfällt die Übermittlung von Papierexemplaren an die Empfänger (Banken) des digitalen Finanzberichts. Bei der technischen Gestaltung wurde auf sichere Übertragungswege großen Wert gelegt. Einzelheiten hierzu sind auf der Internetseite des digitalen Finanzberichts dargestellt. Zur Übermittlung verwendet der vbw die Software XBRL-Publisher des Anbieters Audicon.

                                    Der DiFin-Bericht ermöglicht Ihnen damit einen weiteren Schritt zu einer nachhaltigeren Finanzberichterstattung.

                                    Sie können uns mit der Übermittlung des digitalen Finanzberichts ab sofort beauftragen.

                                    Das Auftragsformular und eine Erläuterung des Ablaufs sowie der Gebühren finden Sie im Mitgliederbereich auf der Homepage des vbw (www.vbw-online.de) unter der Rubrik Infomaterial / Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung.

                                    Weitere Details zum digitalen Finanzbericht sowie eine Liste der möglichen Empfänger finden Sie unter www.digitaler-finanzbericht.de.

                                    Bei Fragen stehen Ihnen Christiane Schuster vom vbw (Telefon 0711 1635 - 151) bzw. Ihr zuständiger Wirtschaftsprüfer / Bereichsleiter gerne zur Verfügung.

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                                      Wir gratulieren: Marcel Stimpfig zum Prüfungsleiter ernannt

                                      Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Kollege Marcel Stimpfig mit Erfolg am Zertifizierungsverfahren zum Prüfungsleiter gemäß der Fortbildungsordnung des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. und der regionalen Prüfungsverbände teilgenommen hat.

                                      Wir gratulieren Herrn Stimpfig herzlich zu diesem Erfolg!

                                      Herr Stimpfig verfügt über eine fast 10-jährige Prüfungserfahrung in der Wohnungswirtschaft und prüft Unternehmen aller Größen und Rechtsformen. Dazu gehört auch die Prüfung von Wohnungs-genossenschaften mit Spareinrichtung nach den ergänzenden Vorschriften des Kreditwesengesetzes.

                                      Herr Stimpfig ist unter der Telefonnummer 0711 16345 – 339 oder per E-Mail unter stimpfig@vbw-online.de zu erreichen.

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                                        Wettbewerbe und Studien

                                        Projektaufruf Innovativ Wohnen BW – LÜCKEN:NUTZEN – Bewerbung bis 15.03.2022

                                        Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen BW hat die dritte Förderrunde im Rahmen der Patenschaft Innovativ Wohnen BW eröffnet.

                                        Unter dem Motto „LÜCKEN:NUTZEN“ werden beispielgebende Projekte mit übertragbaren und innovativen Ideen für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums gesucht. Die Projekte, die aus einem Auswahlverfahren erfolgreich hervorgehen, werden bei der Umsetzung ihrer Konzepte mit insgesamt max. fünf Millionen Euro unterstützt.

                                        Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15.03.2022.

                                        Nähere Informationen zur Wohnraumoffensive BW sind verfügbar unter: https://mlw.baden-wuerttemberg.de/de/bauen-wohnen/wohnraumoffensive-baden-wuerttemberg

                                        Die Bewerbungsunterlagen zur Ausschreibung können Sie hier einsehen: Projektaufruf / Projektbogen (Formular).

                                        Bei Fragen steht Ihnen als Ansprechpartner Robert Bechtloff vom vbw (Tel. 0711 16345 – 121 oder per E-Mail unter bechtloff@vbw-online.de) gerne zur Verfügung.

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                                          Landeswettbewerb Effizienzpreis Bauen und Modernisieren

                                          Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW hat den diesjährigen Effizienzpreis Bauen und Modernisieren ausgelobt.

                                          Es werden besonders kostengünstig und zugleich energieeffizient modernisierte und neu gebaute Gebäude ausgezeichnet. Nebenaspekte sind Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, die architektonische Qualität, der Beitrag zur Bestandsqualität.

                                          Das Umweltministerium vergibt in verschiedenen Kategorien Preise und – für besonders innovative technische, bauliche und gestalterische Lösungen – Sonderpreise in Höhe von insgesamt 100.000 Euro.

                                          Neben dem Preisgeld erhalten die Bewerberinnen und Bewerber Urkunden und ein digitales Siegel. Darüber hinaus können sie ihre prämierten Objekte mit einer Plakette schmücken.

                                          Bewerbungsschluss ist der 31.03.2022.

                                          Nähere Informationen zur Wohnraumoffensive BW sind verfügbar unter:
                                          https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/informieren-beraten-foerdern/effizienzpreis-bauen-und-modernisieren/

                                          Die Bewerbungsunterlagen zur Ausschreibung finden Sie hier: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/informieren-beraten-foerdern/effizienzpreis-bauen-und-modernisieren/auslobungs-und-bewerbungsunterlagen/

                                          Bei Fragen steht Ihnen als Ansprechpartner Robert Bechtloff vom vbw (Tel. 0711 16345 – 121 oder per E-Mail unter bechtloff@vbw-online.de) gerne zur Verfügung.

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                                            Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg 2021 veröffentlicht

                                            Der Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg 2021, der vom Umweltministerium veröffentlicht wird, liefert Daten über den Stand der Energiewende im Land. Die Informationen sollen den Fortschritt auf dem Weg zur Klimaneutralität zeigen, aber auch, wo noch Handlungsbedarf besteht.

                                            Der Bericht hebt unter anderem hervor, dass bei neu gebauten Wohn- und Nichtwohngebäuden die Erneuerbaren seit 2017 die am häufigsten genutzte Beheizungsart darstellen. Insgesamt stieg der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor laut dem Bericht im Jahr 2020 um 16 %. Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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                                              Veranstaltungen

                                              Die Datenschutzbeauftragten der WTS informieren: Online Datenschutzschulung am 16.03.2022 - Datensicherheit im Internet und im E-Mail-Verkehr

                                              Zu den Aufgaben des Datenschutzbeauftragten gehört auch die Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf die Einhaltung des Datenschutzes. Wir laden Sie deshalb recht herzlich zur Teilnahme an der Online-Schulung am 16.03.2022 ein, die wir Ihnen in Zusammenarbeit mit der AWI anbieten.

                                              Bei der Schulung geht es darum, die Mitarbeiter gegenüber Phishing-Attacken und betrügerischen E-Mails zu sensibilisieren. Die technischen Systeme und Sicherungen können noch so gut sein, dennoch können Nutzer durch das unbedachte Öffnen von Emails (Hacking) oder die Weitergabe von Zugangsdaten (Phishing) dem Unternehmen erhebliche Schäden zufügen. Zusätzlich wird über gängige Betrugsmaschen über E-Mails informiert.

                                              Unternehmen, bei denen ein Mitarbeiter der WTS zum Datenschutzbeauftragten bestellt ist, wird je angefangene 10 Mitarbeiter eine halbe Stunde Datenschutzberatung in Rechnung gestellt. Für andere Unternehmen gelten die Gebührensätze der AWI. Sie finden hier ein Anmeldeformular, in das Sie bitte die E-Mail-Adressen der teilnehmenden Mitarbeiter eintragen und dann direkt an die AWI mailen unter der E-Mail-Adresse info@awi-vbw.de.

                                              Die angemeldeten Mitarbeiter erhalten dann kurz vor der Schulung die Zugangsdaten. Wir haben zunächst drei Termine vorgemerkt, und zwar um 9:30 Uhr, 10:30 Uhr und um 11:30 Uhr. Bitte tragen Sie auf dem Anmeldeformular auch ein, zu welcher Uhrzeit der Teilnehmer teilnehmen möchte. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie, sich umgehend anzumelden, damit Sie sich Ihren Wunschtermin sichern können. Die Dauer der Schulung beträgt ca. 30 Minuten.

                                              Bitte beachten Sie: Anmeldeschluss für diese Schulung ist 10.03.2022.

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                                                Aus- und Weiterbildung

                                                Lehrgänge der AWI im Jahr 2022

                                                Fortbildungen sind ein zentrales Element, um sich selbst oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu entwickeln. Neben der fachlichen Kompetenz, die dabei erworben wird, unterstützt eine Fortbildung die Bindung zum Unternehmen und wirkt motivierend. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind Fortbildungen zudem Zukunftsinvestitionen. Zahlreiche Lehrgänge sind weiterhin durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) förderfähig!

                                                Unsere kommenden Lehrgänge auf einen Blick:

                                                • Geprüfte/r Immobilien-Verwalter/in (AWI/VDIV BW)
                                                  (NEU: mit überarbeiteten Inhalten, die auf die kommende IHK-Prüfung zum/zur Zertifizierten Verwalter/-in vorbereiten)
                                                  Start: 02.05.2022

                                                Eine Übersicht unseres vollständigen Lehrgangsprogramms finden Sie ebenfalls hier.

                                                Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen die AWI telefonisch unter 0711 16345 – 601 oder via Email an info@awi-vbw.de gerne zur Verfügung.

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