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vbw mahnt: Politik folgt mit der Mietpreisbremse dem falschen Weg

„Die Bundesregierung sollte sich um mehr Wohnungsbau bemühen und nicht so viel Kraft und Energie in Maßnahmen rund um die Mietpreisbremse und Kürzungen bei Modernisierungsumlagen stecken“, sagte Sigrid Feßler, Verbandsdirektorin des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. in Stuttgart. Die Chefin des wohnungswirtschaftlichen Verbandes ist verärgert. „Wir bemühen uns in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Wohnungsbauministerium in der Wohnraum-Allianz Erleichterungen und eine Beschleunigung für das Bauen zu erreichen. Und was tut der Bund? Anstatt sich mit Verve für mehr Bauland einzusetzen, das Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz voranzutreiben und steuerliche Anreize für Wohnungsbauinvestoren umzusetzen, tut sich nun das Justizministerium mit einem Gesetzentwurf zu weiteren Verschärfungen im Mietrecht hervor“, sagte sie.  „Ich bin zutiefst überzeugt, dass diese Maßnahmen den Wohnungssuchenden nur wenig helfen“, so Feßler. Sie zeigten wenig Wirkung und verschrecken im Gegenteil noch Investoren.

„Unsere knapp 300 Mitgliedsunternehmen erzielen in Baden-Württemberg eine monatliche Nettokaltmiete von im Durchschnitt 6,44 Euro. Die Mieten sind in den vergangenen vier Jahren lediglich zwischen 0,5 Prozent und 3,8 Prozent gestiegen“, so die Verbandsdirektorin. „Unsere Genossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen wirken dämpfend auf die Höhe der Mietspiegel ein. In diesem Sinne sind wir bereits eine Mietpreisbremse“, so Feßler.