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Wohnungswirtschaft begrüßt Förderprogramm "Wohnraumförderung BW 2018/2019"

Anlässlich der Anhörung des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. vor dem Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landtags von Baden-Württemberg zeigte sich Verbandsdirektorin Sigrid Feßler  zufrieden mit dem neuen Landeswohnraumförderungsprogramm. „Das Förderprogramm Wohnungsbau BW 2018/2019“ ist mit 250 Millionen Euro  relativ  gut ausgestattet und in seiner neuen modularen Systematik auch gut angelegt, um den sozialen Wohnungsbau in Baden-Württemberg anzuschieben“, sagte sie. Allerdings könne sich der Grundstücksmangel in den Kommunen weiterhin als Bremsklotz beim Neubau und damit auch bei der Nutzung des Förderprogramms erweisen.

Der vbw begrüßt, dass die von ihm vorgeschlagene Entkoppelung der Baukosten von den Grundstückskosten in das Programm aufgenommen wurde. „Wir sind uns sicher, dass durch diese Umgestaltung deutliche Anreize für mehr kostengünstigen Wohnungsbau gesetzt werden. Die Entkoppelung  bereinigt auch die Ungleichheit der regional und auch unternehmensbezogen sehr unterschiedlich ausfallenden Grundstückskosten. Die Erhöhung der förderfähigen Baukosten (Kostengruppe 220 bis 700) auf 3.000 Euro/qm ist ebenfalls eine gute Maßnahme. Denn in den vergangenen Jahren sind die Baukosten generell flächendeckend überproportional gestiegen“, so die Verbandsdirektorin. „Insoweit wäre nur noch eine Dynamisierung der förderfähigen Baukosten wünschenswert“, stellte sie fest.

Auch innovative Bauvorhaben, beispielsweise in serieller oder modularer Ausführung, erhalten im Programm Wohnungsbau BW 2018/2019 eine um 25 Prozent erhöhte Subvention. „Wir sehen in modularen, seriellen und nachhaltigen Bauweisen eine große Chance für den kostenbewussten, energieeffizienten modernen Wohnungsbau“, sagte Feßler. Daher begrüßt der vbw diese Maßnahme ebenso wie die Beibehaltung der mittelbaren Belegung, die für die Wohnungswirtschaft ein zentrales Instrument ist.

Flexible Tilgungssätze sowie die statistische Fortschreibung der Einkommensgrenzen sorgen ebenfalls dafür, dass das Programm an Attraktivität für die Wohnungsunternehmen gewinnt. „Ich bin sicher, dass unsere Mitgliedsunternehmen dieses Programm nutzen werden. Nun liegt es bei den Kommunen, ausreichend Bauland auszuweisen“, so die Verbandsdirektorin. Sie verweist diesbezüglich auf die Prämie von 2.000 Euro, die das neue Förderprogramm jeder Gemeinde für eine geförderte und bezugsfertig errichtete Sozialmietwohnung bietet. Die Prämie soll dabei auch ein Anreiz sein, dass die Kommunen beim Grundstücksverkauf verstärkt auf die Konzeptvergabe setzen und auch hinsichtlich der Bebauungspläne neu denken.

„Insgesamt lässt sich nur wenig an der geplanten Wohnraumfördersystematik des Landes kritisieren. Wir wünschen uns, dass diese positive Entwicklung  verstetigt wird“, sagte Feßler abschließend.